Weiterbildungsseminar: „Gründungen und Tragwerke von WEA“

Anlässlich der Veröffentlichung der Revision 2 der Technischen Richtlinie TR 7, Rubrik B3, der FGW e. V. veranstaltet die FGW e. V. am 02.12.2026 ein Weiterbildungsseminar zu den Gründungen und Tragwerken von Windenergieanlagen.

Die Veröffentlichung bildet den fachlichen Ausgangspunkt für das Seminar. Im Mittelpunkt stehen technische Prüfungen, Instandsetzung und Qualitätssicherung von Fundamenten und Türmen sowie aktuelle Entwicklungen bei Tragstrukturen und in der Offshore-Windenergie. Fachleute aus Prüfung, Sachverständigenwesen, Begutachtung und Betrieb geben Einblicke in ihre Erfahrungen und aktuelle technische Fragestellungen.

Veranstaltungsdaten

Datum: Mittwoch, 2. Dezember 2026
Uhrzeit: 9:00 bis 16:30 Uhr
Weiterbildungsseminar: Ausschließlich als Präsenzveranstaltung
Ort: Maritim proArte Hotel Berlin
Friedrichstraße 151
10117 Berlin

Programm

Zeit Thema Referenten
09:00 – 09:30 Uhr Einlass und Registrierung FGW e. V.
09:30 – 09:40 Uhr Begrüßung Sally Bachmann,
FGW e. V.
09:40 – 10:00 Uhr Betrieb und Instandhaltung in der FGW e. V.

  • Richtlinienarbeit in der FGW
  • Fachausschuss Betrieb und Instandhaltung im Überblick
Berthold Hahn & Jan Liersch,
FGW e. V.
10:00 – 10:45 Uhr Technische Prüfung von Windenergieanlagen zum Weiterbetrieb – Vorgehensweise,
neuralgische Punkte und Schadensbilder

  • Aufbau, relevante Unterlagen und Befunde von Prüfungen von WEA sowie daraus resultierende Empfehlungen
  • Fokus: neuralgische Punkte
  • Wie werden Mängel bewertet, priorisiert und mit Auflagen verknüpft?
Holger Pasch, Deutsche
Windtechnik
10:45 – 11:15 Uhr Lösung von Sanierungsaufgaben aus Betreibersicht

  • Aus welchem Vertragsverhältnis melde ich den Sanierungsbedarf an?
  • Wen muss ich bei der Sanierung einbinden?
  • Worauf muss ich zudem achten?
Peter Köster, BBWind
11:15 – 12:00 Uhr Bauherrenseitige Bauüberwachung von Fundamenten und Türmen

  • Welche Arbeitsschritte sollten seitens des Bauherrn sinnvollerweise im Rahmen der Bauüberwachung begleitet werden?
  • Was kann getan werden, damit keine Ausführungsfehler auftreten, die zu Mängeln am Bauwerk führen?
  • Welche Vorteile hat die Kerntemperaturmessung für die Qualitätssicherung des Fundamentbaus?
Timo Pötschke, 8.2 Ing.gesell-
Timo Pötschke – Münster mbH
12:00 – 13:00 Uhr Mittagspause
13:00 – 13:45 Uhr Die „neue“ Technische Richtlinie TR 7 vom 03.12.2025 zur sicheren Instandsetzung von
Gründungs- und Tragstrukturen von Windenergieanlagen

  • Abdichtung von Fundamenten zum Schutz der Bewehrung vor Korrosion bis zur Verpressung von gelockerten Fundament-Einbauteilen
  • Darstellung von Sanierung von Rissen an Hybrid-Türmen, sowie der Korrosionsschutz an Stahltürmen 
Klaus Deininger & Lucas Nimmow,
KTW Weimar
13:45 – 14:30 Uhr
  1. Schraubenwerkstoffe – genormt, gefertigt, bewährt?
    Der Vortrag beleuchtet das Spannungsfeld zwischen normativen Forderungen und realen Felderfahrungen aus werkstoffkundlicher Sicht. Große Schraubenverbindungen sind kritische Komponenten in der Tragstruktur von Windenergieanlagen, bewegen sich jedoch häufig in einer normativen Grauzone. Der Vortrag ordnet Regelungslücken und bekannte Schadensfälle aus
  2. Wartungsfreie Schraubverbindungen – Realität oder Fiktion in der Windkraft
    Der Weg von der Vorgabe bis zur Ausführung. Wir beleuchten die Stärken und Schwächen und zeigen aktuelle Erkenntnisse auf.
Dr. Susanne Guder, IABG
Sebastian Dallmann,
AS Tech Industrie- und Spannhydraulik GmbH
14:30 – 14:45 Uhr Kaffeepause Alle
14:45 – 15:30 Uhr Hybridtürme – Weiterentwicklung von Fundamenten und Türmen für neue Leistungsklassen Thorsten Betz,
MAX BÖGL Wind AG
15:30 – 16:15 Uhr Stand und Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland

  • Ein Blick auf die Deutsche Bucht – Impressionen der Windparktour von WAB und HusumWind 2026
  • Offshore-Wind – eine Naturressource
  • Bautechnische Aspekte
  • Der widersprüchliche Ausbaupfad – Spiegel der Gesellschaft
Dr. Sigurd Weise, WAB
16:15 – 16:30 Uhr Zusammenfassung und Schlussworte Sally Bachmann,
FGW e. V.
16:30 Uhr Ende der Veranstaltung Alle

Zielgruppe 

  • Prüfende,
  • Sachverständige,
  • Gutachtende und
  • Betreibende

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich über die Kriterien verschiedener WR-Systeme informieren und den neuen Index-WR kennenlernen möchten.

Teilnahmegebühr:

180,00 Euro (zzgl. MwSt.) für FGW-Mitglieder und Nicht-Mitglieder

Anmeldung

Das Seminar ist von der Architektenkammer Berlin als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt; eine frühzeitige Anmeldung wird daher empfohlen. Bei Erreichen der maximalen Kapazität schließen wir die Anmeldung auch vor dem Ende der Frist. Eine Anmeldung ist bis zum 17. November 2026 möglich.

Hinweis: Für die Anmeldung sind die E-Mail-Adresse sowie der Vor- und Nachname der teilnehmenden Person anzugeben. Mitglieder der Architektenkammer Berlin werden gebeten, zusätzlich ihre Mitgliedsnummer mitzuteilen. Die Veranstaltung kann auch für Hochschulabsolvierende, die eine Eintragung in die Architektenkammer Berlin anstreben, als Fortbildung anerkannt werden.


Wir freuen uns auf einen fachlichen Austausch und einen informativen Weiterbildungstag in Berlin.

Bei zu geringer Teilnehmerzahl behalten wir uns vor, das Seminar abzusagen.

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    Kurzvitas der Referenten

    Jan Liersch, Dipl.-Ing. ist seit dem 1. April 2021 bei der FGW e. V. tätig und heute Geschäftsführer der Fördergesellschaft Windenergie und andere Dezentrale Energien. Der an der TU Berlin ausgebildete Ingenieur ist seit 1994 in der Windenergiebranche aktiv, war als Gutachter und technischer Berater tätig und ist Dozent für Windenergieanlagen an der TU Berlin. Zudem ist er Mitautor des Standardwerks „Windkraftanlagen“ von Gasch/Twele.


    Berthold Hahn, Dipl.-Ing. ist Sachverständiger für Windenergieanlagen und weiterhin Obmann des FGW-Fachausschusses Instandhaltung. Von 1989 bis 2010 war er am Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel im Bereich Windenergie tätig. Anschließend arbeitete er am Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), heute Fraunhofer IEE, unter anderem als Leiter der Abteilung Windparkplanung und -betrieb. Er ist außerdem Begutachter für Inspektionsstellen der Deutschen Akkreditierungsstelle.


    Holger Pasch studierte Maschinenbau, Energietechnik und Qualitätsmanagement an der Fachhochschule Aachen, und arbeitet seit mehr als 25 Jahren im Prüfsektor von Windenergieanlagen. Im Einzelnen hat er fundierte Erfahrungen im Bereich Protypenvermessung (Lasten, Leistung, Standortcondition und Akustik), sowie Technische Prüfungen von Windenergieanlagen (Ausbildung beim Germanischen Lloyd). Aktuell arbeitet er seit ca. 15 Jahren bei der Deutschen Windtechnik. Dort ist er Begründer einer Inspektionsstelle gem. DIN EN ISO/IEC 17020, in diesem Rahmen hat er mehrere hundert Anlagen technisch inspiziert und ist in verschiedenen Normenkreisen tätig. Inzwischen fungiert er als Produktmanager für Gutachten und die Inspektionsstelle und arbeitet bei der Deutschen Windtechnik.


    Timo Pötschke, Dipl.-Ing. (FH), ist Bauingenieur und Sachverständiger für Fundamente, Gründungen und Tragwerke im Bereich der Windenergie. Nach seinem Studium des Bauingenieurwesens an der Fachhochschule Münster war er unter anderem bei der Betonwerk Bieren GmbH, als Manager Civil Engineering bei GE Wind Energy sowie als technischer Leiter bei der Solido Bautenschutz GmbH tätig. Seit 2010 ist er Geschäftsführer der 8.2 Ingenieurgesellschaft Timo Poetschke-Münster mbH. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Prüfung, Bewertung und Planung von Fundamenten, Gründungen und Tragstrukturen für Windenergieanlagen. Zudem engagiert er sich in Fachgremien des Bundesverbands WindEnergie und der FGW e. V.


    Klaus Deininger, Dipl.-Ing., studierte an der Hochschule für Architektur und Bauweisen (heute Bauhaus Universität) Weimar, Sektion Baustoffverfahrenstechnik. Von 1974 bis 1977 folgte ein Forschungsstudium. Anschließend war er von 1977 bis 1981 Assistent im Wissenschaftsbereich Anlagenbau der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar tätig. Von 1981 bis 1990 wirkte er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Baustoffe in Weimar. Seit 1990 ist Klaus Deininger Geschäftsführer der KTW Kunststoff-Technik GmbH Weimar, zu deren Unternehmensgruppe auch die KTW Fassadentechnik GmbH und KTW Umweltschutztechnik GmbH gehören. Seit 20 Jahren verfügt er über Erfahrung in der Sanierung von mehr als 4.000 Windenergieanlagen. Darüber hinaus arbeitet er im Arbeitskreis der FGW e. V. – Fördergesellschaft Windenergie und andere Dezentrale Energien mit und ist Mitverfasser des BWE-Ratgebers „Umgang mit Schäden an Fundamenten von Windenergieanlagen“.


    Lucas Nimmow, M.Sc., absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Forstwirt und studierte anschließendem Management an der Bauhaus Universität Weimar. Dabei vertiefte er sich auf den Bereich Bau und Infrastruktur und schloss sein Studium Anfang 2026 ab. Seit 2026 ist er Bauleiter bei der KTW Umweltschutztechnik GmbH.


    Dr. Susanne Guder, Dipl.-Ing., schloss ihr Studium der Werkstoffwissenschaften in Magdeburg, Berlin und Groningen (Niederlande) ab. Im Jahr 2000 promovierte sie am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale) zum Dr.-Ing. der Werkstoffwissenschaften. Bis 2006 war sie wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Werkstoffmechanik der TU München. Anschließend arbeitete sie bis 2009 als Werkstoffingenieurin im Bereich Alterungs- und Lebensdauermanagement bei der AREVA NP GmbH in Erlangen. Seit 2009 ist Dr. Susanne Guder bei der IABG mbH in Ottobrunn bei München tätig. Dort übernahm sie zunächst Aufgaben als Technische Managerin und Abteilungsleiterin für Material- und Schadensanalysen und war später Programmmanagerin für Helikopter.


    Sebastian Dallmann, Dipl.-Ing., ist seit 2008 bei der AS Tech Industrie- und Spannhydraulik GmbH tätig. In seiner Funktion als Applikationsingenieur und Produktmanager BodAS verfügt er über langjährige Erfahrung im Bereich der hydraulischen Spanntechnik sowie der messtechnisch unterstützten Dokumentation und Bewertung von Schraubverbindungen. Zu seinen fachlichen Schwerpunkten gehören die Planung und Durchführung von Messungen an Schraubverbindungen, die Erfassung und Auswertung relevanter Prozess- und Messdaten sowie deren strukturierte technische Dokumentation. Darüber hinaus verfügt Herr Dallmann über umfassende anwendungsbezogene Kenntnisse in der Bewertung und Optimierung von Schraubprozessen. Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit arbeitet er seit vielen Jahren mit führenden Herstellern der Windenergiebranche zusammen, darunter Vestas, Enercon, Nordex, Senvion und Siemens. Die daraus gewonnene umfangreiche Praxiserfahrung ermöglicht ihm eine fundierte Bewertung der technischen Anforderungen und Herausforderungen bei der Herstellung, Montage und Qualitätssicherung von Schraubverbindungen. Seine Kombination aus ingenieurwissenschaftlicher Qualifikation, langjähriger Berufserfahrung und ausgeprägter Anwendungskompetenz bildet eine wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Bearbeitung des beantragten Fördervorhabens.


    Thorsten Betz, Dipl.-Ing., M.Sc., ist Leiter Engineering / Technik bei der Max Bögl Wind AG. In dieser Funktion verantwortet er die kosteneffiziente Auslegung sowie die strategische Weiterentwicklung des Hybridturmsystems für Windkraftanlagen. Mit über 20 Jahren Berufserfahrung bei der Unternehmensgruppe Max Bögl deckt er ein breites Spektrum ab, das von Infrastruktur- und Hochgeschwindigkeitsbauprojekten bis hin zur Weiterentwicklung der Max Bögl Wind AG zum Komplettsystemanbieter reicht.


    Sigurd Weise, Dr.-Ing., ist Senior Engineer bei der JBO Engineering Group sowie erfahrener Fachexperte für Offshore-Windenergie, Stahlverarbeitung und angewandte Forschung. Mit über 30 Jahren Berufserfahrung deckt er ein breites Spektrum ab, das von der wissenschaftlichen Forschung und Entwicklung über die Betriebs- und Werksleitung bis hin zur technischen Projektleitung reicht.

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